Sucht

Sucht-Abhängigkeit 

Definition:   Abhängigkeit (umgangssprachlich Sucht) bezeichnet in der Medizin das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums. Es werden verschiedene Formen von Abhängigkeit beschrieben:

 

Raucher

Alkohol

Esssucht

Spielsucht

Kaufsucht

Computersucht & Internetsucht

Süchte

Zwischen Sucht und Genuss liegt oft nur ein schmaler Grat. Nimmt die Sucht überhand, kann dies für den Betroffenen als auch für die Familie tiefgreifende Folgen haben.

Der Betroffene ist in der Regel bestrebt, aus einer unbequemen Realität in eine Scheinwelt oder Betäubung zu flüchten, da er dort sein Glück vermutet. Bei der unbequemen Realität kann es sich um Emotionen wie Trauer, Einsamkeit, Angst aber auch um Schmerzen, Schlaflosigkeit wirtschaftliche oder berufliche Sorgen oder andere Belastungen handeln.

                                            Kaufsucht  

                   Ich kaufe, also bin ich.   Kaufsucht

                                                                                                                                                

Es gehört schon einiges dazu, sich von der permanenten Präsenz der Werbung in den Medien, im Internet, auf der Straße, in Kaufhäusern und Schaufenstern nicht beeindrucken zu lassen.

Einkaufen zu gehen ist etwas ganz normales und meist notwendiges in unserem Alltag. Erfolgt das Einkaufen jedoch nicht mehr, weil man an einem bestimmten Produkt interessiert ist, sondern um sich vom Alltag abzulenken oder sich durch den Kauf einen bestimmten Kick erhofft, spricht man von Kaufsucht.

Überquellende Kleider- und Schuhschränke, neueste technische Geräte, Haushaltswaren, Kinderspielzeug im Überfluss und vieles mehr. Während der eine Teil der Spontan- oder Dauereinkäufer sich den Überfluss leisten kann, nehmen andere eine erhebliche Verschuldung in Kauf.
Kaufsucht ist in vielen Fällen eine Kompensationshandlung mit der Erlebnis- oder Persönlichkeitsdefizite ausgeglichen werden sollen. Die angestrebte Befriedigung über einen Neuerwerb ist meist von kurzer Dauer, und Betroffene haben selbst bei Einsicht über die Unsinnigkeit ihres Handels nicht die Kraft, sich dem ungezügelten Kaufverhalten dauerhaft zu widersetzen.

Die Betroffenen verlieren dabei häufig ihre Kontrolle über ihr Konsumverhalten, was nicht selten zu einer enormen finanziellen Belastung führt.

                                                                                                                                                                      

Wer unter Kaufsucht leidet, muss zwanghaft kaufen, egal was es kostet. Kaufsucht ist kein Laster, sondern eine Krankheit. Es ist eine Sucht, die häufig viele weitere Probleme nach sich zieht: Schulden, Isolation, Zerstörung der Familie und des Freundeskreises, starke persönliche und soziale Probleme.

Kennzeichen der Kaufsucht sind:

  • Kontrollverlust
  • Zwang zur Wiederholung
  • Dosissteigerung
  • Kauf von Waren weit über den Bedarf hinaus
  • Entzugserscheinungen wie etwa Schweißausbrüche, Zittern, innere Unruhe
  • Depressionen.

 

  

 

 

                                            Spielsucht  

                                                                                                                   

 

Kein leichtes Spiel – Glücksspielabhängigkeit / Spielsucht

Von Spielsucht spricht man, wenn jemand ein zwanghaftes Verlangen spürt zu spielen – ob im Internet, am PC, Casino oder in der Spielhalle. Zumeist trifft es Männer. Nur jede zehnte zwanghaft spielende Person ist weiblich. Die Betroffenen spielen täglich stundenlang. Wenn sie gewinnen, spielen sie weiter, weil sie gerade gewinnen. Wenn sie verlieren, spielen sie in der Hoffnung weiter, dass sich das Blatt gleich wieder wendet.

In den letzten Jahren ist eine rasante Zunahme von Spielsüchtigen Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen.

Alarmierend nicht nur für Eltern und Angehörige. Eine permanent wachsend Isolation und Ausschluss aus dem sozialen Umfeld sind in den meisten Fällen zu verzeichnen.

 

Kein Bock auf nichts !

Süchte sind Muster im Leben und Muster lassen sich mit Hypnose verändern. Es wird aber nicht mit einer oder zwei Sitzungen getan sein, sondern es werden einige regelmäßige Sitzungen nötig sein.

Jeder Sucht liegt eine seelische Störung zugrunde, die durch Hypnose aufgespürt und positiv beeinflusst werden kann. Diese Störung muss nicht einmal ausgesprochen werden, muss dem Patienten nicht einmal bewusst sein. In Hypnose kann das Unterbewusstsein veranlasst werden, diese Verwerfungen aufzuspüren und selbst zu verarbeiten. Logischerweise werden dann auch die bewussten Handlungen dadurch beeinflusst, die Lebensfreude wird wieder hergestellt und positives Denken und Verhalten gefördert.

Bei Sucht kommt es bei der Behandlungsdauer darauf an, wie tief die Sucht schon in der Seele verankert ist.

Was sind die Folgen? 

Aus Scham oder Angst sprechen viele Betroffene nicht über ihr Leiden, leugnen es und suchen erst Hilfe, wenn die Schulden sie erdrücken oder die Partnerschaft oder Familie daran zu zerbrechen droht. Wenn sie sich ihre Kaufsucht schließlich eingestehen, hat die Bank ihre EC- oder Kreditkarte unter Umständen schon eingezogen, oder ein Angehöriger hat die finanzielle Verantwortung übernommen.

 

Die Methoden der Hypnosetherapie bei Verhaltenssucht

 Folgende Methoden werden bei der Hypnosetherapie für         

 Verhaltenssüchtige angewendet:

  • Es können so genannte Stopp-Suggestionen eingesetzt werden, mit deren Botschaft das Abstellen des üblichen Verhaltens bewirkt werden kann.
  • Moderne analytische Methoden befassen sich mit den ursächlichen emotionalen Themen, die zu dem Verhalten des Betroffenen beigetragen haben.
  • Fragen des Lebensstils wie übermäßige Internet- oder Handynutzung, der Drang zum Spielen, das gewollte Abgleiten in virtuelle Welten können mit Hypnosetechniken wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.
  • Neuronale Tiefenentspannung während des hypnotischen Trancezustandes
    befördert auf natürliche Weise die Erholung des Organismus.
  • Konfliktlösende hypnotherapeutische Interventionen, wodurch die Seele und damit auch der Organismus entlastet wird – eine seelische Neuorientierung und Reifung wird dabei sanft gefördert.
  • Einem Wiederauftreten der Zwangshandlungen- und Gedanken wird vorgebeugt, indem die verursachenden Emotionen verständlich gemacht und eine Neuorientierung ermöglicht wird.
  • Durch Suggestion wird auf das „Gleichgültig werden“ des Suchtverhaltens eingewirkt,
    die Wahrnehmung des Zwangs- und Angstgefühls kann damit direkt beeinflusst werden.
  • Durch moderne energetische Techniken wird der Energiefluss harmonisiert und Blockaden wie Wut, Trauer oder Scham bezüglich der Symptomatik gelöst.
  • Die unbewussten körperlichen Selbstheilungskräfte werden reaktiviert und somit eine nachhaltige Gesundung gefördert. Das Immunsystem, vegetative Funktionen, der Stoffwechsel können durch Hypnose unmittelbar stimuliert werden – die Anzahl der abwehrwirksamen Blutkörperchen nimmt während der Trance zu.
  • Mögliche Sekundärgewinne können aufgedeckt und transformiert werden

Das Ergebnis der Barrios-Studie 

(Datenbasis gesamt: 1661 Fachartikel)

Therapie

Anzahl Sitzungen

      Lösung erreicht (%)

 

 

 

Psychoanalyse

         600

                38

Verhaltenstherapie

          22

                72

Hypnosetherapie

           6

                93